So 28.03.2004
Otis Taylor (USA)
Konzert Deep Blues
Infos
Tür 20:00
Beginn 20:00
Eintritt 25.-/15.-
Ab 18 Jahren
Veranst. TapTab
Eine ungewöhnliche Musikerlaufbahn: Der in Denver wohnhafte 55-jährige Otis Taylor startete 1964 seine (Blues-)Bandkarriere, machte sich wie viele Ende der Swinging Sixties auf nach London, wo er einen Plattenvertrag kriegte, der ihn allerdings nicht glücklich machte. Enttäuscht kehrte er nach Colorado zurück, spielte in verschiedenen lokalen Bands, unter anderem zusammen mit dem Gitarristen Tommy Bolin, der später bei den Hardrockgiganten Deep Purple einstieg, bevor er sich 1977 aus dem Musikbusiness ausklinkte, um sich stärker seinem Möbel-Antiquitäten-Shop zu widmen. Ausserdem coachte Taylor auch ein US-weit ziemlich erfolgreiches Profi-Radrenn-Team, in dem zwei Afro-Amerikaner mitfuhren und damit sportliche Grenzen sprengten. Ironischerweise wurde Otis Taylor nach dem Wiedereinstieg in die Musikwelt im Jahr 2001 (er war damals 55) der «W.C. Handy»-Preis (so etwas wie der «Blues-Grammy») für das «Best New Artist Debut» verliehen: Seine Platte «White African» hatte Kritiker und Publikum gleichermassen überzeugt. Spätestens seither gilt Taylor als einer der wichtigsten und besten Bluesmusiker überhaupt, einer, der dem Genre neue musikalische Seiten abgewinnt und der durch seine Intensität an Helden wie John Lee Hooker erinnert. Taylor ist ein Storyteller, dessen Texte auf scharfer Beobachtung und der Analyse des Alltags beruhen. Er singt über seinen Urgrossvater, der vom weissen Mob gelyncht wurde, von schwarzen Männern, die exekutiert werden für Verbrechen, die sie nicht begingen, über einen Vater, der keinen Doktor bezahlen kann und drei Tage und Nächte neben seinem sterbenden Kind sitzt. Die dunklen Seiten Amerikas sind sein Thema, die Unterprivilegierten seine Subjekte. Der Bluesman begleitet seine sanfte Stimme mit Gitarre, Banjo, Mandoline und Harmonika kongenial – für seinen Auftritt im TapTab wird er unterstützt durch seine älteste Tochter Cassie Taylor (Bass, Backup Vocals) und den Cellisten Ben Sollee. «Otis Taylor ist wohl der beste und inspirierteste der zeitgenössischen Bluesmusiker», schwärmt nicht nur das Magazin «Allmusic.com». Nicht verpassen!
So 28.03.2004
Otis Taylor (USA)
Konzert Deep Blues
Eine ungewöhnliche Musikerlaufbahn: Der in Denver wohnhafte 55-jährige Otis Taylor startete 1964 seine (Blues-)Bandkarriere, machte sich wie viele Ende der Swinging Sixties auf nach London, wo er einen Plattenvertrag kriegte, der ihn allerdings nicht glücklich machte. Enttäuscht kehrte er nach Colorado zurück, spielte in verschiedenen lokalen Bands, unter anderem zusammen mit dem Gitarristen Tommy Bolin, der später bei den Hardrockgiganten Deep Purple einstieg, bevor er sich 1977 aus dem Musikbusiness ausklinkte, um sich stärker seinem Möbel-Antiquitäten-Shop zu widmen. Ausserdem coachte Taylor auch ein US-weit ziemlich erfolgreiches Profi-Radrenn-Team, in dem zwei Afro-Amerikaner mitfuhren und damit sportliche Grenzen sprengten. Ironischerweise wurde Otis Taylor nach dem Wiedereinstieg in die Musikwelt im Jahr 2001 (er war damals 55) der «W.C. Handy»-Preis (so etwas wie der «Blues-Grammy») für das «Best New Artist Debut» verliehen: Seine Platte «White African» hatte Kritiker und Publikum gleichermassen überzeugt. Spätestens seither gilt Taylor als einer der wichtigsten und besten Bluesmusiker überhaupt, einer, der dem Genre neue musikalische Seiten abgewinnt und der durch seine Intensität an Helden wie John Lee Hooker erinnert. Taylor ist ein Storyteller, dessen Texte auf scharfer Beobachtung und der Analyse des Alltags beruhen. Er singt über seinen Urgrossvater, der vom weissen Mob gelyncht wurde, von schwarzen Männern, die exekutiert werden für Verbrechen, die sie nicht begingen, über einen Vater, der keinen Doktor bezahlen kann und drei Tage und Nächte neben seinem sterbenden Kind sitzt. Die dunklen Seiten Amerikas sind sein Thema, die Unterprivilegierten seine Subjekte. Der Bluesman begleitet seine sanfte Stimme mit Gitarre, Banjo, Mandoline und Harmonika kongenial – für seinen Auftritt im TapTab wird er unterstützt durch seine älteste Tochter Cassie Taylor (Bass, Backup Vocals) und den Cellisten Ben Sollee. «Otis Taylor ist wohl der beste und inspirierteste der zeitgenössischen Bluesmusiker», schwärmt nicht nur das Magazin «Allmusic.com». Nicht verpassen!

