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Archiv

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Do 02.05.2013

«Camera Obscura» XIX– Filme bei TapTab

«Theo gegen den Rest der Welt» (Peter F. Bringmann, D 1980) , «Im Juli» (Fatih Akin, D 1999), DJ Tentacolo

Infos

Tür 20:00
Beginn 20:30
Eintritt frei
Ab 18 Jahren
Veranst. TapTab

Auf den Strassen liegt die Action: Marius «Theo» Müller-Westernhagen röstet auf der Suche nach seinem geklauten Volvo-LKW durch Mitteleuropa, Moritz Bleibtreu verknallt sich in die schöne Melek und reist ihr nach bis Istanbul.

Roadmovies gibts wie Staub auf der Strasse: reichlich. UnsereineR kennt das Genre zur Genüge, gell? Endlose Asphaltpisten, die Amerikkka durchziehen, staubige Trucks, Route 66, Chrom, flimmernde Hitze pp. Aber warum so weit schauen, wenn gleich vor unserer Haustür die Strasse beginnt? Ist nicht der Weg das Ziel? – Well: Theo hat andere Sorgen. Er will seinen Volvo-LKW wiederhaben, schliesslich ist das Teil noch nicht mal abbezahlt! Fiese Diebe haben den Dieselbrenner entführt, die Suche führt Theo, seinen Kumpel Enno und die Schweizer Studentin Ines durch Deutschland, Belgien, Italien, Frankreich und die Schweiz. Unterwegs gibts Dresche, ein versiebtes Physikum und einen auf der Strecke gebliebenen Finger. Autsch. Marius Müller-Westernhagen hatte als Musiker in den Siebzigern ne echt dicke Lippe und eckte gern mal an – der Punk unter den Liedermachern, so quasi. Ausserdem hatte er vor seiner Hauptrolle in «Theo gegen den Rest der Welt» schon in über 20 Fernsehspielen, Filmen und «Tatort»-Folgen mitgewirkt. Lohnende Wiederentdeckung!

Weiter gen Südosteuropa führt uns Fatih Akins «Im Juli»: Moritz Bleibtreu als spiessiger Referendar Daniel verknallt sich in Hamburg in die schöne Melek. Die wiederum ist auf dem Weg nach Istanbul, und wie sichs für ein Roadmovie gehört, reist Daniel ihr nach. Mit von der Partie ist die ebenfalls recht ansehnliche Juli, irgendwo kommt dann Isa ins Spiel, und die betörende Luna sorgt für weitere Aufregung. Die wilde Hatz geht über Bayern, Österreich, Ungarn, Bulgarien und Rumänien bis an den Bosporus. Im Gesamtwerk Fatih Akins sticht diese von der EPD-Filmkritik als «grandiose Wundertüte voll Kitsch und Poesie, Klamauk und Melodram, grossen Gesten und schönen Details» bezeichnete Liebeskomödie hervor, ist sie doch leichtfüssiger und humorvoller als die meisten seiner Filme.

Awareness

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Beginn 20:30
frei
Ab 18 Jahren
Veranst. TapTab
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«Camera Obscura» XIX– Filme bei TapTab

«Theo gegen den Rest der Welt» (Peter F. Bringmann, D 1980) , «Im Juli» (Fatih Akin, D 1999), DJ Tentacolo

Auf den Strassen liegt die Action: Marius «Theo» Müller-Westernhagen röstet auf der Suche nach seinem geklauten Volvo-LKW durch Mitteleuropa, Moritz Bleibtreu verknallt sich in die schöne Melek und reist ihr nach bis Istanbul.

Roadmovies gibts wie Staub auf der Strasse: reichlich. UnsereineR kennt das Genre zur Genüge, gell? Endlose Asphaltpisten, die Amerikkka durchziehen, staubige Trucks, Route 66, Chrom, flimmernde Hitze pp. Aber warum so weit schauen, wenn gleich vor unserer Haustür die Strasse beginnt? Ist nicht der Weg das Ziel? – Well: Theo hat andere Sorgen. Er will seinen Volvo-LKW wiederhaben, schliesslich ist das Teil noch nicht mal abbezahlt! Fiese Diebe haben den Dieselbrenner entführt, die Suche führt Theo, seinen Kumpel Enno und die Schweizer Studentin Ines durch Deutschland, Belgien, Italien, Frankreich und die Schweiz. Unterwegs gibts Dresche, ein versiebtes Physikum und einen auf der Strecke gebliebenen Finger. Autsch. Marius Müller-Westernhagen hatte als Musiker in den Siebzigern ne echt dicke Lippe und eckte gern mal an – der Punk unter den Liedermachern, so quasi. Ausserdem hatte er vor seiner Hauptrolle in «Theo gegen den Rest der Welt» schon in über 20 Fernsehspielen, Filmen und «Tatort»-Folgen mitgewirkt. Lohnende Wiederentdeckung!

Weiter gen Südosteuropa führt uns Fatih Akins «Im Juli»: Moritz Bleibtreu als spiessiger Referendar Daniel verknallt sich in Hamburg in die schöne Melek. Die wiederum ist auf dem Weg nach Istanbul, und wie sichs für ein Roadmovie gehört, reist Daniel ihr nach. Mit von der Partie ist die ebenfalls recht ansehnliche Juli, irgendwo kommt dann Isa ins Spiel, und die betörende Luna sorgt für weitere Aufregung. Die wilde Hatz geht über Bayern, Österreich, Ungarn, Bulgarien und Rumänien bis an den Bosporus. Im Gesamtwerk Fatih Akins sticht diese von der EPD-Filmkritik als «grandiose Wundertüte voll Kitsch und Poesie, Klamauk und Melodram, grossen Gesten und schönen Details» bezeichnete Liebeskomödie hervor, ist sie doch leichtfüssiger und humorvoller als die meisten seiner Filme.