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Archiv

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Do 06.12.2012

«Camera Obscura» XIV – Filme bei TapTab

«Old Men in New Cars», «Blinkende Lygter», DJ Tentacolo

Infos

Tür 19:00
Beginn 19:30
Eintritt frei
Ab 18 Jahren
Veranst. TapTab

«Danish Dynamite»: Ab Mitte Neunziger kreierte das dänische Kino mit Lust kleine, fiese, schwarzhumorige Filme mit sarkastischen Dialogen und klasse Schauspielern. «CO» zeigt zwei prächtige Beispiele.

Kleine Länder, in denen die Menschen lustig sprechen. Nein, «Camera Obscura» meint nicht die Schweiz. Wir reisen gen Norden ins Land der Wikinger, von Hamlet, Röstzwiebeln und gefärbten Würstchen. – 1995 muss es gewesen sein, als ein kleiner Film aus Dänemark das Kinopublikum aufschreckte. Ole Bornedal hatte mit «Nachtwache» einen fiesen Bastard aus Thriller und Horrorfilm geschaffen, dessen Erfolg dem dänischen Kino eine Frischzellenkur verpasste. Danach kam die volle Breitseite: die «Pusher»-Trilogie, «Bleeder», «In China essen sie Hunde», «The Good Cop», «Dänische Delikatessen», «Adams Äpfel» pp. Dänischer Film war schmutzig, brutal, zynisch, sarkastisch – und brüllend komisch! Besonders in Erscheinung traten neben Regisseuren wie Lasse Spang Olsen und Anders Thomas Jensen die Schauspieler Kim Bodnia und Mads Mikkelsen, die mit Glanzleistungen immer wieder für Aufsehen sorgten. Hier können wir sie beide bewundern. Als Prequel zu «In China essen sie Hunde» angelegt, ist «Old Men In New Cars» ein kaltschnäuziger, politisch mal so gar nicht korrekter Streifen. «Held» Bodnia ist ein Ekelpaket, Geiseln werden gern verprügelt und Triebmörder auf abenteuerliche Weise der weltlichen Gerechtigkeit entzogen. Das Drehbuch verfasste Anders Thomas Jensen, der seinen ziemlich speziellen Humor zuvor schon bei «In China …» und seinem eigenen Spielfilmdebüt «Blinkende Lygter» unter Beweis gestellt hatte. Hier gerät der grosse Coup einer Gang von Dummkriminellen zum Selbstfindungstrip – inklusive toter Kühe, dänischer Mafia, Bierlöchern und anderer Skurrilitäten. Und man mag sich einmal mehr fragen, warum so was in der Schweizer Filmszene niemand auch nur ansatzweise auf die Reihe kriegt...

Awareness

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Tür 19:00
Beginn 19:30
frei
Ab 18 Jahren
Veranst. TapTab
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Do 06.12.2012

«Camera Obscura» XIV – Filme bei TapTab

«Old Men in New Cars», «Blinkende Lygter», DJ Tentacolo

«Danish Dynamite»: Ab Mitte Neunziger kreierte das dänische Kino mit Lust kleine, fiese, schwarzhumorige Filme mit sarkastischen Dialogen und klasse Schauspielern. «CO» zeigt zwei prächtige Beispiele.

Kleine Länder, in denen die Menschen lustig sprechen. Nein, «Camera Obscura» meint nicht die Schweiz. Wir reisen gen Norden ins Land der Wikinger, von Hamlet, Röstzwiebeln und gefärbten Würstchen. – 1995 muss es gewesen sein, als ein kleiner Film aus Dänemark das Kinopublikum aufschreckte. Ole Bornedal hatte mit «Nachtwache» einen fiesen Bastard aus Thriller und Horrorfilm geschaffen, dessen Erfolg dem dänischen Kino eine Frischzellenkur verpasste. Danach kam die volle Breitseite: die «Pusher»-Trilogie, «Bleeder», «In China essen sie Hunde», «The Good Cop», «Dänische Delikatessen», «Adams Äpfel» pp. Dänischer Film war schmutzig, brutal, zynisch, sarkastisch – und brüllend komisch! Besonders in Erscheinung traten neben Regisseuren wie Lasse Spang Olsen und Anders Thomas Jensen die Schauspieler Kim Bodnia und Mads Mikkelsen, die mit Glanzleistungen immer wieder für Aufsehen sorgten. Hier können wir sie beide bewundern. Als Prequel zu «In China essen sie Hunde» angelegt, ist «Old Men In New Cars» ein kaltschnäuziger, politisch mal so gar nicht korrekter Streifen. «Held» Bodnia ist ein Ekelpaket, Geiseln werden gern verprügelt und Triebmörder auf abenteuerliche Weise der weltlichen Gerechtigkeit entzogen. Das Drehbuch verfasste Anders Thomas Jensen, der seinen ziemlich speziellen Humor zuvor schon bei «In China …» und seinem eigenen Spielfilmdebüt «Blinkende Lygter» unter Beweis gestellt hatte. Hier gerät der grosse Coup einer Gang von Dummkriminellen zum Selbstfindungstrip – inklusive toter Kühe, dänischer Mafia, Bierlöchern und anderer Skurrilitäten. Und man mag sich einmal mehr fragen, warum so was in der Schweizer Filmszene niemand auch nur ansatzweise auf die Reihe kriegt...